Traumatologie

Traumatologie

Die Traumatologie ist die Wissenschaft der Behandlung von Verletzungen und Wunden. Im Bereich des Kiefers unterscheidet man bei der Traumatologie Verletzungen der Zahnhartsubstanz, des Kieferknochens und der umliegenden Weichgewebe.

Zahntraumata

Unter einem Zahntrauma versteht man Verletzungen, wenn der Zahn durch einen Unfall etwa angeschlagen, verschoben, gebrochen oder gar ausgeschlagen wurden. Bei diesen Verletzungen können gleichzeitig die Zahnhartsubstanz, das Zahnfleisch und der Kieferknochen beschädigt werden.

Zahntraumata sind daher komplexe Verletzungen, deren Diagnose, Behandlung und Nachsorge vielschichtig sind. Bei einem Zahntrauma sollte man sich unverzüglich in zahnmedizinische Behandlung begeben, da die Prognose des Zahnerhalts entscheidend von der Erstversorgung abhängig ist.

Zahnfragmente oder verloren gegangene Zähne sollten immer zu einer Erstversorgung mitgebracht werden und nie trocken gelagert werden. Die sofortige Lagerung in einem Nährmedium wie H-Milch oder einer Zahnrettungsbox wird empfohlen.

Kieferfraktur

Der Kieferbruch zählt zu den häufigsten Brüchen im Bereich des Kopfes und tritt oft in Kombination mit Frakturen des Gesichtsschädels auf. Auf Grund der Komplexität ist eine Diagnose nur mit Hilfe von Röntgenbildern oder vorzugsweise mit einer dreidimensionalen Röntgenaufnahme möglich.

Anzeichen für einen Kieferbruch sind Beschwerden beim Bewegen des Kiefers und beim Kauen. Weitere Symptome stellen die eingeschränkte Beweglichkeit des Kiefers, die Lockerung von Zähnen sowie die Veränderung der Stellung des Kiefers bzw. der Zähne dar.

Kieferbrüche müssen zur Wiederherstellung der Funktion und der Ästhetik operativ behandelt werden. Dabei werden die Bruchstellen in ihre ursprüngliche Stellung ausgerichtet, über eine Schienung fixiert und ruhiggestellt. Beteiligte Weichgewebsverletzungen sollten möglichst zeitnah operativ versorgt werden.