Implantat-Chirurgie – Ablauf & Optionen
Implantatchirurgie und Verlauf einer Implantatbehandlung
Ein Zahnimplantat besteht aus zwei Komponenten, dem Implantat (die künstliche Zahnwurzel, die im Kieferknochen chirurgisch eingesetzt wird) und dem prothetischen Aufbau für die Krone, den unsere Überweiser für Sie in ihrer Praxis anfertigen.
Konventionellerweise erfolgt der Ersatz eines Zahnes durch ein Implantat in drei Schritten:
- Einbringen der künstlichen Zahnwurzel in unsere Op
- Freilegung des Zahnimplantates durch einen mikrochirurgischen Eingriff in örtlichen Betäubung.
- Abdruck für die Krone nach 2 Wochen.
Dieser klassiche Behandlungsablauf kann variieren; je nach Ausgangssituation unterscheiden wir:
- Sofortimplantation: der Zahn wird gezogen und gleichzeitig mittels eines Implantats ersetzt.
- Verzögerte Sofortimplantation: Zwischen dem Ziehen des Zahns und dem Einsetzen des Implantats vergeht eine Pause von 2 bis 3 Monaten.
- Spätere Implantation: Nach 6 Monaten ist meistens der Kieferknochen durch den Zahnverlust abgeschrumpft und benötigt erstmal einen Knochenaufbau, entweder gleichzeitig mit der Implantation oder vor dem Einsetzen des Implantats.
Häufige Fragen zum Knochenaufbau in der Oralchirurgie
Wie läuft eine Implantat-OP ab?
Wie läuft eine Implantat-OP ab?
Nach Voruntersuchung und Planung (inkl. Bildgebung, ggf. DVT) wird die künstliche Zahnwurzel unter örtlicher Betäubung gesetzt; alternativ sind Dämmerschlaf (Sedierung) oder Vollnarkose möglich. Nach der Einheilphase wird das Implantat freigelegt und die prothetische Versorgung in der überweisenden Praxis vorbereitet.
Tut eine Implantat-OP weh und welche Anästhesie ist möglich?
Tut eine Implantat-OP weh und welche Anästhesie ist möglich?
Während des Eingriffs sorgt die örtliche Betäubung für Schmerzreduktion; auf Wunsch und nach Aufklärung können Sedierung oder Vollnarkose in Betracht kommen. Postoperativ sind Schwellung und Druckgefühl möglich und werden in der Regel mit Kühlung und verordneten Maßnahmen gemanagt.
Wie lange dauert die Einheilung eines Implantats?
Wie lange dauert die Einheilung eines Implantats?
Häufig werden etwa drei Monate bis zur funktionellen Belastung eingeplant; die genaue Dauer hängt von Knochenqualität, Region und individuellem Heilungsverlauf ab. Bei begleitendem Knochenaufbau kann sich die Einheilzeit verlängern.
Wann ist ein Knochenaufbau (Augmentation) nötig?
Wann ist ein Knochenaufbau (Augmentation) nötig?
Fehlt Knochendicke oder -höhe, kann ein Aufbau sinnvoll sein – z. B. im Oberkiefer mittels Sinuslift. Verwendet werden je nach Befund Eigenknochen und/oder Knochenersatzmaterialien; das Vorgehen wird individuell festgelegt.
Was sollte ich nach der Implantation beachten (Essen, Pflege, Sport)?
Was sollte ich nach der Implantation beachten (Essen, Pflege, Sport)?
In den ersten Tagen sind weiche, lauwarme Speisen und schonende Mundpflege mit empfohlenen Hilfsmitteln sinnvoll; körperliche Belastung sollte zunächst vermieden werden. Sie erhalten konkrete Nachsorgehinweise (Kühlung, Hygiene, Kontrolltermine), die an Ihren Befund angepasst sind.